Herzlich Willkommen zu unserem Informationsangebot zur ganzheitlichen Gestaltung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements

Stimmen von Teilnehmern aus dem VDG-Kurs 2015

„Mit dieser Ausbildung bin ich in der Lage, das Gesundheitsmanagement in unserem Unternehmen weiter zu entwickeln, mit dem Ziel, eine verstärkt gesundheitsfördernde Führungs- und Unternehmenskultur zu etablieren.“

Jürg Kunz,
Leiter Personal, Wolfensberger AG (Schweiz)

„Während der Ausbildung zum Gesundheitsmanager sind mir umfassende Möglichkeiten zur Gestaltung eines effektiven Gesundheitsmanagements aufgezeigt worden. Bei diesem immer wichtiger werdenden Thema kann ich nun die Gestaltungsmöglichkeiten zielführend in meiner Funktion als Betriebsratsvorsitzender zur Bewusstseinsentwicklung bei den Arbeitnehmern, aber auch bei der Geschäftsführung und bei mir im Betrieb einsetzen.“

Ulf Kramer,
Betriebsratsvorsitzender, Heinrich Meier Eisengießerei GmbH & Co. KG

„Das Modell BGM-Excellence hat mir einen sehr guten Überblick über das Gesundheitsmanage-ment verschafft. Als Prozessverantwortlicher in unserer Gießerei sehe ich das Mitarbeiterverhalten und deren aktive Beteiligung am Gesundheitsmanagement als eine wichtige Res-source, um die allgemeine Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu steigern, die Gesundheit zu fördern und arbeitsplatzrelevante Risiken zu vermeiden.“

Harm Lalk,
Prozessverantwortlicher, KS Gleitlager GmbH

„Als mir vor geraumer Zeit unser Geschäftsführer die Frage stellte, ob ich mir vorstellen könnte, bei der Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements mitzuarbeiten, hatte ich noch keine Idee wie sowas zu machen sei. Jetzt, nach Besuch des Lehrgangs zum Gesundheitsmanager, hat sich dies geändert. Im Laufe des Lehrgangs bekam ich durch das vermittelte Fachwissen und den anregenden Dialog mit Dozenten und Lehrgangsteilnehmern eine klare Vorstellung davon wie das Ziel zu erreichen ist.“

Uwe Landau,
Gießereiplaner/Betriebsrat, Klaus Kuhn Edelstahlgießerei GmbH

„Ich habe in diesem Lehrgang tolle Kollegen aus unterschiedlichen Gießereien kennen gelernt und festgestellt, dass wir alle ähnliche Problemstellungen haben. Durch meine Teilnahme an dem Lehrgang wurde das Thema Gesundheit im eigenen Betrieb wieder intensiver behandelt und war bzw. ist somit immer wieder Thema in den unterschiedlichsten Gesprächsrunden. Mein Blick wurde wieder mehr auf die gesundheitlichen Belange der Kollegen gerichtet, die leider manchmal im Zuge der hohen Arbeits- und Produktionsdichte in den Hintergrund geraten.“

Michael Spannbauer,
stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, Georg Fischer Automobilguss GmbH Singen

 

Gesunde, kompetente und motivierte Mitarbeiter/-innen sind die Voraussetzung für den Erhalt und die Steigerung der betrieblichen Leistungs- und Innovationsfähigkeit von Organisationen.

 

Vor dem Hintergrund alternder Belegschaften bei gleichzeitiger Notwendigkeit, die Beschäftigten länger arbeiten zu lassen, kommt dem Erhalt der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit eine größere Bedeutung zu, als dies in der Vergangenheit vielleicht von Personalverantwortlichen wahrgenommen wurde.

 

Die Unternehmen sind zukünftig darauf angewiesen, die Beschäftigten möglichst lange produktiv einsetzen zu können. Der Erhalt und die Pflege der Gesundheit der Belegschaft sind damit als ein wesentlicher Bestandteil einer strategischen Personalarbeit und einer innovativen Unternehmensstrategie zu betrachten. Die Effektivität und Effizienz eines ganzheitlichen, betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) ist somit ein relevanter Wettbewerbsfaktor.

Nach wie vor gibt es eine spürbare Begriffsverwirrung zum betrieblichen Gesundheitsmanagement, das vielfach auch synonym mit betrieblicher Gesundheitsförderung verwendet wird.

Hier wird von Gesundheitsmanagement gesprochen, das sich der folgenden Definition verpflichtet fühlt.


Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

„ist die bewusste Steuerung und Integration aller betrieblichen Prozesse mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Beschäftigten.

Betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet, die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als strategischen Faktor in das Leitbild und in die Kultur sowie in die Strukturen und Prozesse der Organisation einzubeziehen und die Ziele und Angebote der beteiligten Fachstellen abzustimmen.

Es handelt sich also um eine Managementaufgabe.“

(Quelle: Wattendorff, F./; Wienemann, E. 2004: Betriebliches Gesundheitsmanagement. In: Gesundheit mit System. Unimagazin, Zeitschrift der Universität Hannover, Heft 4/5, S. 28)

 

Trotz bekannter kritischer Einwände wird hier aber nicht der Vereinnahmung von Gesundheit in ausschließlich betriebswirtschaftlichen Nützlichkeitserwägungen das Wort geredet.

  • Das BGM umfasst hier deshalb in einer ganzheitlichen Perspektivedie Aufgaben, Strukturen und Prozesse des klassischen Arbeits- und Gesundheitsschutzes (ASiG, ArbSchG),
  • alle Aktivitäten der betrieblichen Gesundheitsförderung (Verhaltensprävention),
  • verhältnispräventive Maßnahmen im Sinne menschengerechter und gesundheitsförderlicher Arbeitsgestaltung nach arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen (BetrVG § 90, 91) und
  •  das verpflichtende betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) nach dem SGB IX § 84.

Das BGM als Managementaufgabe erfordert somit auch ein Managementsystem, um der Steuerungsaufgabe für das Gesundheitsgeschehen in der Organisation gerecht zu werden.